Donnerstag Abend in der Aula der Franz-von-Lenbach-Schule. Zahlreiche Zuschauer, darunter auch Schüler aus den unterschiedlichsten Klassen, warten darauf, dass es losgeht. Doch dann…wird es erst einmal dunkel.

Eine einzelne Taschenlampe blitzt auf der Bühne auf. Mit seinem ersten Auftritt als Vampirjäger und Butler eröffnet Felix Grauvogel (Klasse 7c) den Theaterabend. Mit dem Einsetzen der Beleuchtung erwacht das auf das Nötigste reduzierte Bühnenbild, übergroße Kisten und ein knallrotes Sofa, scheinbar zum Leben: Die Deckel der Kisten heben sich langsam; die Vampire erwachen aus ihrem jahrhundertelangen Schlaf. Als dann auch noch die Schlosserbin mit ihren beiden pubertierenden Söhnen (Ben Gössl, Nico Chrastansky, beide 6a, Merlin Schlander, 6c) durch die Zuschauerreihen auf die Bühne kommen, scheint der weitere Verlauf des Stückes absehbar.

Doch dann kommt einiges anders als erwartet. Ein Vampir leidet so überzeugend an Zahnschmerzen, dass die Zuschauer beinahe Mitleid mit ihm haben. Doch zum einen reagieren die Vampirkollegen (Julian Kasparek, Hannah Pickard, Nadine Schimeck, alle 10d) vor allem mit Spott und Ironie, zum anderen gibt es noch weitere unerwartete Hindernisse zu überwinden, bis es endlich Blut gibt. So sorgen unter anderem die Gäste Ege Yürekli und Johannes Reindl (6a und 6c) mit sicher vorgetragenen witzigen Dialogen immer wieder für Komplikationen bei der Nahungsbeschaffung.

Kleinere Pannen sowie gelegentliche Textunsicherheiten überspielte die Gruppe gekonnt. Immer wieder überraschten und überzeugten die Theaterspieler durch ihre Spielfreude und Spontanität, so dass das Publikum nicht nur viel zu lachen hatte, sondern am Ende mit dem wohl verdienten Applaus nicht sparte.

Theatergruppenleiterin Christine Deiser war am Ende die Erleichterung über einen gelungenen Theaterabend anzumerken. Sie bedankte sich bei den Spielern sowie den Bühnentechnikern, die ebenfalls zum Gelingen der Theatervorführung beigetragen hatten.

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